Stigmatheorien

Wesentliche Theorien, die zur Erklärung des Adipositasstigmas herangezogen wurden, umfassen

Überzeugende, empirisch belegte Theorien sind grundlegend, um Maßnahmen zur Stigmareduktion ableiten zu können.

Nicht alle Stigmatheorien haben gleichermaßen Erklärungswert für die Stigmatisierung adipöser Menschen. Die Attributionstheorie hat vermutlich die stärkste empirische Basis. Als Ansatzpunkt für Stigmareduktion legt sie eine Schwächung internaler und eine Stärkung externaler Kausalattributionen nahe. Auch die Theorie des sozialen Konsensus bietet die Möglichkeit, Strategien zur Reduktion gewichtsbezogener Stigmatisierung zu entwickeln und zu testen. Hingegen ist bei der Theorie des realistischen Gruppenkonflikts nicht überzeugend, dass schlanke Menschen häufig bereits einen höheren sozialen Status als adipöse Menschen haben, weshalb kaum eine tatsächliche Gefahr von letzteren ausgehen dürfte. Bei der Theorie der integrierten Bedrohung dürfte vor allem der symbolischen Bedrohung für die Werte der Gruppe der Normalgewichtiger Erklärungswert für Stigmatisierung zukommen.